Klimawandel und ultraschnelle Artbildung
Artendiversität der Buntbarsche des Viktoriasees ist teilweise jünger als
15000 Jahre, aber Genvarianten sind zum Teil 4 Millionen Jahre alt …
http://www.vbio.de/informationen/alle_news/e17162?news_id=7649
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Artendiversität der Buntbarsche des Viktoriasees ist teilweise jünger als
15000 Jahre, aber Genvarianten sind zum Teil 4 Millionen Jahre alt …
http://www.vbio.de/informationen/alle_news/e17162?news_id=7649
Die Menge und Artenvielfalt an Pilzsporen in der Luft ist wesentlich höher
als bisher angenommen. Dies haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instit…
http://www.vbio.de/informationen/alle_news/e17162?news_id=7558
Nur ein kleiner Anteil der Spezies und Habitate die unter EU-Recht
geschützt sind, haben einen guten Naturschutzstatus, zeigt ein Bericht …
http://www.vbio.de/informationen/alle_news/e17162?news_id=7565
Das Ziel, den Verlust der biologischen Vielfalt bis zum Jahr 2010 zu
stoppen, kann offenbar nicht erreicht werden. Das erklärt …
http://www.vbio.de/informationen/alle_news/e17162?news_id=7567
Ob Rippenqualle oder Wollhandkrabbe: Laut einem Bericht der Umweltstiftung WWF reisen in Ballastwassertanks von Schiffen jeden Tag 7000 Arten rund... http://www.vbio.de/informationen/alle_news/e17162?news_id=7574
Moin zusammen,
anbei ein kritisches Thema:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,622993,00.html
Ich halte den Artikel für falsch oder zumindest sehr gewagt hinsichtlich seiner Interpretation. Leider ging er heute ziemlich durch die Zeitungen und schürt damit unnötig Ängste vor Riesenspinnen.
Falsch halte ich ihn aus folgenden Gründen:
a) Klima wird als ein Phänomen charakterisiert, dass sich langfristig an einem Ort messen lässt. Als Bezugsgröße werden mindestens 30 Jahre genannt. In der vorliegenden Studie liegen aber nur 10 Jahre zugrunden. Andere Wissenschaftler gehen von noch viel längeren Zeiträumen, wie 100 oder mehr Jahre (mehrere 1000 Jahre) (http://de.wikipedia.org/wiki/Klima) aus.
b) Bei gutem Nahrungsangebot werden die Tiere immer größer. Das ist aber auch logisch, da die Tiere dann mehr verstoffwechseln können. Bei schlechten Zeiten haben die Tiere einen Vorteil, die kleiner gebaut sind, da diese dann weniger verbrauchen. Diese kommen dann besser über die schlechte Zeit, können sich besser vermehren und produzieren natürlich auch eher kleine Nachkommen. Die Zahl kleiner Tiere nimmt dann statistisch zu. Genauso natürlich bei größeren Tieren. Das Nahrungsangebot ist also eine Art Auslösemechanismus für eine bestimmte Tiergröße.
Daraus folgt meines Erachtens:
Frage 1
Bleiben die Tiere auch größer, wenn wir jetzt mal 3 Jahre in Folge schlechte Bedingungen bekommen? Müsste ja dann so sein, denn der Kliamwandel ist ja ein langfristiger Aspekt. Wahrscheinlich wird aber die Zahl kleiner Spinnen wieder zunehmen!
Frage 2
Wie sieht es denn bei anderen Spinnen aus? Untersucht wurden in der vorliegenden Studie ja nur eine Art, nämlich Pardosa glacialis.
Fazit: Die Interpretation des Ergebnisses geht zu weit und ist gewagt, da nicht nachweisbar. Sinnvoll wäre eine Studie über 100 Jahre, die, zugegebenermaßen, schwierig durchzuführen wäre.
Man muss fast davon ausgehen, das die Wissenschaftler, jetzt bin ich mal frech, einen Anlass gesucht haben auf den Klimawandelzug aufzuspringen. Der liefert dann den Schlüssel um an Drittmittel heranzukommen. Das Einwerben von Drittmittel ist dabei nicht schlecht, wenn aber die Wissenschaft dazu gebraucht wird, nicht Wissenschaft zu betreiben, sondern nur an die Gelder zu kommen, um weitere Forschung zu finanzieren, halte ich das für unseriös. Denn daraus folgert dann, dass man die zukünftige Forschung auch kritisch betrachten muss.
Gruß Martin
Natürlich ist auch dieses Thema für uns wichtig. Aber wird es wirklich eine Katastrophe geben oder ist alles nur heiße Luft, weil es die Veränderung schon mehrmals in der Erdgeschichte gab. Was ist Eure/Ihre Meinung dazu.
Alle veröffentlichen ihre Meinungen dazu, besonders Politiker. Allerdings scheinen die Abhängigkeiten (Wirtschaft) zu groß zu sein, als dass seriös darüber berichtet werden könnte. Leider muss man auch erkennen, dass die Wichtigkeit des Themas für uns wohl noch nicht wirklich erkannt wurde. Wir Mitteleuropäer sind wahrscheinlich die Gegend, in der es kaum oder keine gravierende negative Auswirkungen geben wird. Vielleicht ist dies ein Grund nicht wirklich im Biologenbereich darin tätig zu werden. Die Menschen in Bangladesh sehen das aber sicherlich anders!
Hierzu ein paar Stimmen:
http://www.swr.de/blog/klima/?p=68
http://www.klima-der-gerechtigkeit.de/optimismus-und-realismus-in-der-klimakrise/
http://www.klimaschutz-blog.de/allgemein/klimadebatte-nur-panikmache/
Wer kennt weitere Blogs zum Thema?
Gruß Martin Kreuels